Musikzug besucht Blaskapelle im Allgäu

Verfasst von Rüdeger Leppa am .

Der Musikzug im TV 1848 Schwabach nutzte das verlängerte Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit zu einer Fahrt ins Allgäu. Ein Doppeldeckerbus war notwendig, um die aktiven Musiker/-innen und mitreisende Angehörige unterzubringen. Ein besonderer Anlaß führte uns nach Leuterschach, einem Ortsteil von Marktoberdorf. Ein musikalischer Besuch bei dem „Musikverein Leuterschach e.V" war geplant.

Pünktlich am Mittag erreichten wir unser erstes Ziel Marktoberdorf, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Der Nebel hatte sich gelegt, bei Sonnenschein steuerten wir das Allgäuer Brauhaus in Leuterschach an. Nach einer längeren, sehr interessanten Führung durch die Braustätte meldete sich rechtzeitig der Durst, um die „Biersorten-Verköstigung" richtig genießen zu können. Lustig, leicht angeheitert - u. A. hatte das Altomünster Dunkel besonders gut geschmeckt – erwartete uns Schwabacher der Höhepunkt des Ausfluges, der gemeinsame Musikantenabend.

In die festlich geschmückte Halle hatte der „Musikverein Leuterschach" zum „Allgäu-fränkischen Oktoberfest" eingeladen. Als Gastkapelle bestritt der „48er-Musikzug" die ersten zwei Stunden des Programms mit flotten Melodien. Dabei übergaben wir der Gastgeberkapelle unseren Goldschläger-Korb mit Goldwasser/Goldzauber und einem echten „Goldschläger-Zwetschgamoo". Nach einer kurzen Pause übernahmen die „Leuterschacher Musikanten", eine kleinere Formation des Musikvereins Leuterschach,
die weiteren zwei Stunden. Erfreulich, in kleineren Orten wie hier, da feiern halt alle miteinander, so sah man z. B. Trachtler, Schützen und auch die Jugend. Erst nach Mitternacht endete ein wunderschöner, musikalisch vielfältiger Abend.

Der Vormittag des nächsten Tages stand zur freien Vergfügung, so besichtigten viele Marktoberdorf, andere erholten sich im Hotel. Nachmittags wurde die wunderschöne Wieskirche bei Steingaden besucht.

Mit einem gemütlichen Abend endete der zweite Tag beim Voglerwirt in Leuterschach. Zwei musikzugeigene Gruppierungen sorgten für Stimmung. Dem bereits eingespieltem Trio, Akkordeon und Mundharmonika mit einem starkem Rhythmiker, folgte ein neues, flott aufspielendes Quartett mit drei Bläsern und einem Akkordeonspieler.

Als Gäste stellte sich ein „Stammtisch 1979 der Alkoholfeinde" aus dem Bayerischen Wald ein und gab mit Gitarre, Baß und auf teils originellen Instrumenten, wie Waschbrett, Klapperbrettchen, u. Ä. bodenständige Stücke zum besten. Unerwartet, mit viel Radau stürmten, maskierte weibliche Wesen das Lokal. Sie feierten mit einer Braut auf ihre Art lautsstark „Junggesellinnenabschied".

Am dritten Tag Fahrt zum Kloster Benediktbeuern. In der Klosterkirche besuchten wir ein Orgelkonzert und genossen anschliessend das deftige Essen und kühle Naß im Klosterbräustüberl. Auf einer sehr staureichen Heimfahrt brachte uns der navi-kundige Busfahrer wieder nach Schwabach. Ein schöner Musikausflug ging leider zu Ende. Unser Vergnügungswart Hans Grießmeier hatte wieder alles hervorragend organisiert. Die Fotos schoß unser Chronist Harald Rieger.

Nächstes Jahr besucht der „Musikverein Leuterschach e. V.", gegründet 1842 und Inhaber der „PRO MUSICA-Plakette" Schwabach und ist Gast beim „Musikzug im TV 1848 Schwabach".

Rüdeger Leppa

 

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